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Ausblick: Warum 2026 Disziplin und Qualitätsdenken entscheidend sind

26.01.2026
Gerade in einem volatilen Marktumfeld erweist sich qualitätsorientiertes, antizyklisches Investieren als ökonomisch folgerichtig. Denn Substanz schlägt Narrativ. Der Fokus auf unternehmerische Qualität erfordert allerdings Geduld und Disziplin.
  • Antizyklik statt Momentum: Operative Stärke trifft auf sinkende Bewertung und verbessert das Chance-Risiko-Profil.

  • Qualität vor Renditemaximierung: Langfristiger Investmenterfolg entsteht durch robuste Geschäftsmodelle,

  • nicht durch temporäre Börsentrends.

  • Disziplin als Werttreiber: Kein erratisches, kursgetriebenes Umschichten, keine Kompromisse bei Qualität und No-Gos.

Unser Blick auf das Börsenjahr 2026 ist weniger von Prognosen als von Haltung geprägt. Nach einer Phase, in der Momentum, KI- und Rüstungs-Boom und US-Dollar-Schwäche die Kursentwicklung dominierten, treten Disziplin, Risikobewusstsein und Standfestigkeit wieder stärker in den Vordergrund.

Die Börse ignoriert zyklisch jene Unternehmen, die zwar verlässlich wachsen, hohe Cash Flows erwirtschaften und ihre Geschäftsmodelle auch unter schwierigen Bedingungen behaupten, die aber angesichts «spannenderer Börsenstorys» als «langweilig» wahrgenommen werden.

Genau darin liegt für unternehmerisch denkende Investoren jedoch kein Nachteil, sondern eine Chance. Wir richten unser Portfolio robust über die verschiedenen Börsenzyklen hinweg aus, und verzichten damit bewusst auf kurzfristige Rendite-Maximierung. So schaffen wir aber die Grundlage für substanziellen Kapitalerhalt und nachhaltigen Wertzuwachs. Das steht für uns 2026 im Fokus.

2025 - ein Jahr weniger der Ernte, sondern vielmehr ein Jahr des Substanzaufbaus

Operativ haben sich die meisten Portfoliounternehmen weiter verbessert: Weiterhin widerstandsfähige Geschäftsmodelle, robust wachsende Cash Flows, hohe Margen, hohe Preissetzungsmacht und steigende Verzinsungen des eingesetzten Kapitals. 2025 war daher weniger ein Jahr der Ernte, sondern eines, in dem Substanz aufgebaut wurde – während der Kurszettel partiell und temporär ein anderes Bild zeigte. Gerade jetzt, in einer Marktphase, die von extremem Momentum, politischer Unsicherheit und einer gefährlichen Index-Konzentration geprägt ist, gilt es standhafter denn je an der eigenen, qualitätsorientierten Investment-Philosophie festzuhalten. Denn genau in solchen Phasen entscheidet sich der langfristige Erfolg.

Gut geschützt bei Gegenwind

Oft ignoriert die Börse „langweilige“, robuste Gewinnmaschinen, weil sie sich „Wachstumshoffnungen“ hingibt oder Sektortrends hinterherrennt. Das ist beileibe keine neue Erscheinung – wir sehen hier eine zyklische Verschiebung der Bewertung.

Es mag paradox klingen: Wir verzichten bewusst auf Rendite-Maximierung, um langfristige Sicherheit im Portfolio zu haben. Wir wissen, dass es konjunkturell und auch an der Börse wieder andere Zeiten geben wird und wir bei „Gegenwind oder Sturm“ gut geschützt hinter der Mauer dieser robusten Geschäftsmodelle sitzen. Diese Mauer besitzen zyklische Hype-Firmen und deren Aktien nicht.

Es geht nicht ewig weiter

Man sollte bedenken, dass es am „Markt nicht immer so weitergeht“. Das ist kein Pessimismus, sondern Realismus bzw. Risikobewusstsein: Die politischen Risiken bleiben hoch, die Bewertungsunterschiede zwischen „geliebten“ und „ignorierten“ Bereichen sind teils extrem und Momentum-Phasen enden erfahrungsgemäß – manchmal leise, manchmal abrupt.

• keine hektischen Umschichtungen wegen Schlagzeilen,
• kein Hinterherlaufen hinter (temporären) Trends, nur weil
sie im Vorjahr glänzten oder umsatzseitig (!) Glanzzeiten
bevorstehen,
• kein Aufweichen unserer Risikokriterien.

• investieren wie Eigentümer,
• echte unternehmerische Substanz vor (Börsen-)Narrative
stellen,
• antizyklisch denken, wo Qualität und Bewertung
zusammenpassen
• standhaft und diszipliniert bleiben.

Langfristig investieren, statt nur kurzfristig “dabei zu sein”

Das bedeutet: Die Bewertungen sind massiv gesunken. Unser Portfolio ist im Bereich der Consumer Staples heute im historischen Vergleich sehr günstig bewertet. Wir halten und kaufen also den Fels in der Brandung aktuell mit einem erheblichen Rabatt.

Wir haben die ökonomische Gewissheit: Da langfristig der Aktienkurs der Entwicklung der Unternehmensgewinne folgt, wird der Markt diese Diskrepanz korrigieren. Vielleicht nicht morgen, aber mittel- bis langfristig ganz sicher.

  • Die Firmen verdienen mehr Geld.

  • Die Bewertung ist günstiger geworden.

  • Der schwache US-Dollar wird sich langfristig über wertvollere Fremdwährungsumsätze gewinnsteigernd in den US-Firmenbilanzen widerspiegeln.

Ein Unternehmen, das selbst bei Gegenwind seine Margen hält oder steigert, ist unternehmerisch außergewöhnlich. Genau solche Unternehmen bilden das Fundament unserer Fonds. Die aktuelle Situation ist kein strukturelles Problem, sondern vielmehr ein temporäres Thema und zudem eine Chance für den antizyklischen, langfristig denkenden Investor.

Bewertung & Antizyklik

Unsere Top-Consumer-Staples sind historisch betrachtet jetzt attraktiv bewertet. Und auch unser Portfolio in seiner Gesamtheit ist günstiger bewertet als vor einem Jahr – bei gleichzeitig gestiegener unternehmerischer Qualität.

Das ist der Punkt, an dem sich antizyklisches Denken von Momentum-Verhalten unterscheidet. Momentum folgt dem, was bereits gestiegen ist. Antizyklik nutzt Phasen, in denen Substanz günstiger wird, ohne dass die Substanz schlechter wird. Daher ist das – unserem ersten Ziel verpflichtete – Festhalten an den „Felsen in der Brandung“ nur folgerichtig und zudem keine „Mutprobe“, sondern ökonomische Logik.

Wenn Qualitätsunternehmen operativ stabil wachsen, Margen halten und Cash Flows steigern – und gleichzeitig Bewertungen zurückgehen oder hinterherhinken –, dann wird das Chance-Risiko-Verhältnis besser, nicht schlechter.Das gilt aktuell insbesondere für:

  • wettbewerbsüberlegene Consumer Staples, die das Fundament unserer Fonds bilden.

  • ausgewählte Daily Used Tech-Unternehmen, die ihre KI-Investitionen schon heute real monetarisieren.

  • und für das Portfolio insgesamt, das heute in Summe attraktiver bewertet ist als vor einem Jahr.

Antizyklisches Denken ist emotional eine Herausforderung, ökonomisch aber sinnvoll.

Lesen Sie hier den Investorenbrief 01/2026

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